Aus dem Dorfleben

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2018

Sektkellerei-Verkauf

Das von einigen Vorzeigeprojekten in Landau her bekannte Bauunternehmen Matthias Ruppert aus Esch ( im Landkreis Bernkastel-Wittlich) hat das Gelände der Schloss Wachenheim AG gekauft und will dort ein "modernes, nachhaltiges Wohnquartier mit Einfamilienhäusern und wohnungen sowie einer touristischen Infrastruktur" entstehen lassen. Über de Kaufpreis wurde Stillschweigen verinbart, wie Vertriebsleiter Helmut Arens auf Anfrage mitteilt. Auch über die Höhe der ins Auge gefassten Investitionen des Unternehmens wolle und könne er noch keine Angaben machen. "Aber es wird schon ein höherer zweistelliger Millionen-Betrag sein", sagt Arens.
Das drei Hektar große Wohnquartier soll in mehreren Abschnitten von Süden nach Norden entwickelt werden. Entlang der Hauptstraße im Südenist Wohnungsbau, im Norden eine Fläche mit Einfamilienhäusern vorgesehen. In einer Pressemitteilung des Unternehmens Ruppert heißt es außerdem:Das Konversionsprojekt sei aufgrund der nahezu vollständig mit Fabrikgebäuden und Hallen versiegelte Fläche eine große Herausforderung.

Geschäftsführer Stephan Ruppert versichert, dass das neu entstehende Quartier mit der benachbarten, alten  bebauung harmoniere, "also kein Fremdkörper wird, sondern ein kleines Wohnviertel, das in die Ortsmitte Böchingen passt." Das Barockschloss sowie doe evangelische Kirche werden freigestellt. Laut Vertriebsleiter Arens erhalten beide Gebäude einen barrierefreien Zugang. Wie viele Menschen dort einmal einziehen können, sei noch nicht abzuschätzen. Das Unternehmen aus Esch rechnet damit, dass in einem Jahr das Baurecht vorliegt. Dann gehe es erst um Abriss- und Erschließungsarbeiten. Das Gebiet werde in Stufen entwickelt. Insofern sei es derzeit schwierig, Prognosen über den zeitpunkt der fertigstellung zu treffen.
Die ersten Kontakte zu Ruppert wurden über die Kreisverwaltung SÜW geknüpft. Dort hätte die Firma nach Legenschaften gefragt, die sich für eine Wohnbebauung anbieten. "Dann haben wir gleich mit den zuständigen Kommunalpolitikern Gespräche geführt und uns vor Ort vergewissert, ob eine Entwicklung dort eine Zukunft hat", sagt Helmut Arens gestern im telefongespräch. Was die touristische Nutzung betrifft, so kann er sich Ferienappartements vortstellen.Noch aber sei es zu früh für Details.

Zur Sache: Reakktionen früher und jetzt

Ohnmacht und Hilflosigkeit standen dem langjährigen Ortsbürgermeister Reinhold Walter (CDU) ins Gesicht geschrieben, wenn er früher auf das traurige Kapitel angesprochen wurde. Nach Stilllegung des Sektkellerei-Standorts in Böchingen tat sich lange nichts in der trostlosen Gewerberuine. Rund 30.000 Euro hat sich die Gemeinde schon Planungen und Gutachten kosten lassen. Doch so oft sich Projektleiter auf dem Gelände umschauten, so schnell kamen später Absagen. Umso glücklicher ist der Dorfchef, dass es nun eine Wende zum Positiven gab. "Mit der vorgestellten Konzeption wird es eine positive Entwicklung in Böchingen  geben." Der Investor habe allen Wünschen der Gemeinde Rechnung getragen.
Auch Verbandsbürgermeister Torsten Blank (SPD) ist voll des Lobes; "Das ist eine Firma mit einem sehr guten Ruf. Das Konzept und die Idee von einer zusätzlichen touristischen Infrastruktur haben uns von Beginn an überzeugt." Überzeugt, den richtigen Käufer gefunden zu haben, ist  Oliver Gloden, Vorstandssprecher der Schloss Wachenheim AG. Seit August 2017 seien sehr konstruktive Gespräche mit Ruppert geführt worden. "Wir freuen uns, dass an unserem langjährigen Standort in Böchingen nun neues Leben einziehen kann." Auch Landrat Dietmar Seefeldt (CDU) fällt ein Stein vom Herzen. In den Planungnen sehe er eon positives Signal für Böchingen und den Landkreis SÜW. Projekte wie diese sorgten für eine Belebung der Ortskerne.

(Veröffentlicht mit freundlicher Zustimmung der Rheinpfalz)

 

Die Böchinger Hangtrittche

Die „Böchinger Hangtrittche“

Ortsbürgermeister R.Walter wies auf die Einmaligkeit der Kastanien und Trauben verspeisenden sechsbeinigen Unterrasse der Elwetrittchen hin und gleichzeitig auf den Ort des neuen Nestes „Am Großen Berg“, einer kleinen Ortslage, deren Name bei vielen in Vergessenheit geraten ist bzw. überhaupt nicht bekannt war. Traditionen und Geschichte erhalten, dies ist mit eine Aufgabe der heutigen Generation, so R.Walter. Wilhelm Hauth stellte die Böchinger Hangtrittche den Gästen in launigen und humorvollen Worten vor und brachte mit Ereignissen im Zusammenhang mit dem Pfälzer Fabeltier die Zuhörer zum Schmunzeln. Er appellierte an die Sorgfalt der Pfälzer, den seltenen Vogel zu hegen und zu pflegen und ihn als ein Stück Pfälzer Geschichte und Originalität zu betrachten. Ein besonderer Dank galt natürlich dem Schöpfer der Trittche, Herrn Theo Quell.

Bei Neuem Wein und Zwiebelkuchen, bei „Keschde“ und Trauben für die Trittch, dem Ruf: „Trittch, trittch“ und der Antwort der Fans: „uiuiuiuiui“ klang eine überaus humorvolle „Einweihungsfeierlichkeit“ für ein weiteres Highlight im Böchinger Kunst- und Geschichtskalender aus. Alles, was man über die „Böchinger Hangtrittche“ wissen muss, kann man auf dem vom Verein gespendeten Erläuterungsschild lesen.